Sonntag, 1. Juni 2014

Das Drama um die Straßensperrung

Ich hätte ja wirklich nicht gedacht, dass es irgendwelche Schwierigkeiten bei der Sperrung einer kleinen Seitenstraße in einem Neubaugebiet geben könnte. In unserer Straße gibt es 6 Grundstücke, davon ist eines bereits bewohnt und 3 weitere befinden sich noch im Rohbau. Die Straße kann von beiden Seiten problemlos angefahren werden und es gibt im Grunde überhaupt keinen Durchgangsverkehr.
Dennoch ist der Mitarbeiter beim Straßenverkehrsamt beinahe aus allen Wolken gefallen als ich ihm mein Anliegen schilderte.
Als Privatperson wäre es überhaupt nicht möglich eine Sperrung zu beantragen, da müsse schließlich ein Schilderplan erstellt werden und jemand müsse ja auch die Verantwortung (und damit auch die Haftung) übernehmen, falls "etwas" passieren würde. Was dieses "etwas" sein könnte, ist mir allerdings bis heute nicht klar. Die Szenarien die der besorgte Beamte äußerte, würden vielleicht bei der Sperrung einer Bundesstraße plausibel klingen ... aber in einem Neubaugebiet ???
Am Ende blieb mir nichts weiter übrig, als ein ortsansässiges Unternehmen für die Beantragung der Straßensperrung zu beauftragen. Da die Zeit mittlerweile schon recht knapp wurde (eine Straßensperrung muss ca. 2 Wochen vor dem gewünschten Termin beantragt werden) und das Unternehmen bei der internen Auftragsbearbeitung etwas unkoordiniert arbeitete, stieg der Stresslevel bei uns Bauherren gegen Ende der letzten Woche erheblich an. Bis Freitags hatten wir Zeit, die Genehmigung bei Fingerhaus vorzulegen, ansonsten würde sich der Stelltermin verschieben.
Im buchstäblich letztmöglichen Moment, nach unzähligen Telefonaten mit dem Unternehmen, erhielten wir dann schließlich per E-Mail die Genehmigung zur Errichtung der Straßensperrung :)
Morgen werden dann die Schilder aufgestellt und unser Haus kann kommen.

In nicht mal 48 Stunden steht schon unser Erdgeschoss ... wenn alles glatt läuft *bibber*

Kommentare:

  1. Da sind die Behörden bei Euch aber echt pingelig. Wir haben da gar nichts gesperrt, weil die Straße ebenfalls von beiden Seiten einfahrbar ist. Eng wurde es aber trotzdem, da schräg gegenüber eine Zwischendecke aus Betonfertigteilen gebaut wurde (ebenfalls zwei 40-Tonner und ein Kran) . Fragt besser mal, ob andere Baustellen ebenfalls größeres Verkehrsaufkommen planen.

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    1. Die übrigen "Anwohner" in der Straße wissen alle schon seit gut zwei Wochen Bescheid. Bei einer Baustelle wurden zwar heute noch unerwartet die Fenster angeliefert die eigentlich erst Mitte des Monats kommen sollten, aber bis morgen sind die wohl angeblich fertig. Ich denke im Notfall können sich die Firmen da auch untereinander absprechen, so dass zwischendurch auch mal eine Anlieferung durchgewunken werden kann. Aber eigentlich sollte laut den Bauherren nichts größeres anstehen ...

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